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Offener Brief an den Erziehungsdirektor - Keine Zeugnisse im Sommer 2020

Der LSH hat dem Schaffhauser Erziehungsdirektor, Christian Amsler, einen Offenen Brief zugestellt mit der Aufforderung, die Zeugnisse in Form einer summativen Beurteilung für die Primarstufe und den 3. Zyklus im Sommer 2020 auszusetzen.

Der LSH erachtet es als zentral, dass momentan die Familien als Kernstruktur unserer Gesellschaft funktionieren. In zweiter Linie soll ein kontinuierliches Lernen möglich sein; dies stellen wir Lehrpersonen mit viel Zusatzaufwand sicher, indem wir die Schülerinnen und Schüler auf allen möglichen digitalen Kanälen mit Unterrichtsmaterial und -aufträgen versorgen und auch im Kontakt bleiben mit ihnen und ihren Eltern. 

Eine Überforderung der Familien in Form von Druck und Stress kann aber zu Konflikten führen bis hin zu häuslicher Gewalt. Wir möchten diesen Druck aus dem System nehmen und Lernen auf Distanz als positive Erfahrung im Sinne einer Selbststeuerung etablieren. 

Entsprechend erachten wir es als wenig sinnvoll, summative Lernkontrollen im System UaD durchzuführen. Des weiteren ist es rein organisatorisch kaum möglich, solche fair und ohne Verzerrung durch soziokulturelle Begebenheiten oder technische Ausstattung der SuS  durchzuführen.


LP21-Schaffhauser Nachrichten

Interview in den Schaffhauser Nachrichten mit Patrick Stump zum Thema: LP21-ein halbes Jahr nach der Einführung im Kanton Schaffhausen.

Nachgefragt

«Viele Gemeinden scheinen überfordert»

Herr Stump, wie sind die Lehrkräfte im Kanton mit dem neuen Lehrplan bislang zurande gekommen?

Patrick Stump: Wir sind damit gut unterwegs. Es ist ein laufender Prozess, und wir Lehrpersonen erhalten jene Schulung und Weiterbildung, die wir benötigen. Wir haben bisher eigentlich keine negativen Rückmeldungen erhalten.

Es gibt keine offenen Fragen?

Stump: Am ehesten bei der Einführung neuer Lehrmittel. Da stellen sich immer Fragen wie: Sind die gut, gibt es allenfalls noch bessere Lehrmittel? Wie muss man das strukturieren? Denn grösstenteils haben wir noch die alte Einteilung von Unterstufe und Mittelstufe, und die neuen Lehrmittel richten sich nach den neuen Zyklen. Das gibt Schnittstellen, die wir jetzt halt anschauen müssen. Das ist aber nichts, was uns vor allzu grosse Herausforderungen stellen würde.

Wie gehen die Lehrer mit dem neuen Fach «Medien und Informatik» um?

Stump: Auch hier ist eigentlich alles vorhanden, mit einer grossen Ausnahme, die aber nichts mit dem Lehrplan als solches zu tun hat. Die Ausrüstung, die Geräte! Da sind die verschiedenen Schulgemeinden noch sehr unterschiedlich bestückt. Die einen wie Neuhausen haben gross aufgerüstet, andere wie die Stadt sind erst in einer Evaluationsphase und noch lange nicht so weit.

Heisst das, man kann das Fach dort gar nicht richtig unterrichten?

Stump: Nicht wirklich, man kann ­natürlich theoretisch unterrichten, erklären, was ein Algorithmus ist, wie ein Computer funktioniert. In Schulen gibt es ja meist schon Medienräume mit alten Desktop-Computern. Das kantonale Informatikkonzept schreibt aber eigentlich vor, dass die Schulen gewisse Standards erfüllen sollten, eben Tablets oder Notebooks für die Schüler anschaffen müssten. Viele Gemeinden scheinen damit aber überfordert zu sein. Die Verantwortung wird jetzt ein wenig hin und her geschoben. Es könnte gut sein, dass es ein paar Jahre geht, bis in allen Gemeinden identische Voraussetzungen herrschen. Das ist aus unserer Sicht nicht optimal.

Wie diese Geräte eingesetzt werden sollen, liegt im Ermessen der einzelnen Lehrkraft. Ist dies hilfreich?

Stump: Unter den gegebenen Umständen ist dies vielleicht gerade gut so. Es gibt ja einen wahren Glaubenskrieg unter Experten darum, wie die neuen Technologien im Unterricht eingesetzt werden sollen oder nicht. Da halten wir Lehrer uns lieber raus. Die Methodenfreiheit erlaubt es uns, selbst zu entscheiden, wo wir die Geräte im Unterricht sinnvoll einsetzen können.

Interview: Mark Liebenberg


Interview mit Patrick Stump, Präsident LSH, zur Qualität der neu eingestellten Lehrpersonen im Kanton Schaffhausen

Die Antwort der Kantonsregierung auf die Kleine Anfrage von Patrick Portmann betreffend der Qualität der, im letzten Sommer neu eingestellten, Lehrpersonen überraschte und erschreckte: Ein Viertel der neuen Lehrerinnen- und Lehrerkollegen haben kein Lehrdiplom in der Tasche!

Kann die Qualität der Schaffhauser Schulen aufrecht erhalten werden, wenn das Personal nicht mehr über die erforderlichen Ausbildungen verfügt?

 

Hier das Interview der Schaffhauser AZ. 

Die Fragen stellte Romina Loliva.

 

Hier die Antwort der Kantonsregierung auf die Kleine Anfrage zum Nachlesen.


Vorsorgeseminar 2019

Informationen betreffend einer (Früh-)Pensionierung. Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Vorsorge- und Vermögenskonzepte AG.


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Ein Viertel der neu eingestellten Lehrpersonen haben kein Lehrdiplom

Alleine vergangenen Sommer sind 46 Personen (rund ein Viertel aller Neuanstellungen) an unseren Schaffhauser Schulen angestellt worden, welche nicht über ein Lehrdiplom verfügen. Dies ist der Antwort des Regierungsrates auf die Kleine Anfrage zu entnehmen. Das bedeutet, dass immer mehr Kinder und Jugendliche von Personal beschult werden, die eigentlich gar nicht über die dazu nötige Ausbildung verfügen.